Die ersten Überlieferungen zur Korporationsgemeinde Buttisholz gehen auf das Jahr 1831 zurück. In diesem Jahr wurde der Korporationsvorstand nach der geltenden Kantonsverfassung gewählt. Sie war für den Bau und Unterhalt von Brücken, Strassen und der Dorfbeleuchtung verantwortlich. Im Weiteren war sie für den Nachtwächterdienst und zum Teil auch für die Armenunterstützung verantwortlich. Diese, für das öffentliche Dorfleben sehr wertvollen, galt es auch zu finanzieren, so dass finanzielle Engpässe auftraten. Die Korporationsgemeinde durfte keine Steuern einziehen. Deshalb war sie nicht mehr in der Lage diesen Verpflichtungen nachzukommen.
Wie in anderen Luzerner Gemeinden gelang es den Korporationsbürgern, die auf ihren Häusern liegenden Realrechte zu lösen und in sogenannte Personalrechte umzuwandeln, um diese dann weiter zu nutzen.

 


 

Guglerbrunnen (Dorfbrunnen) 

 

 

1941 beschloss die Korporationsgemeindeversammlung zur 650-Jahre-Feier der Eidgenossenschaft die Errichtung des Dorfbrunnens. Der Bildhauerauftrag ging an Bildhauer Röösli aus Wolhusen. Infolge Krieg und der herrschenden Zementrationierung wurde der Brunnen erst fünf Jahre später eingeweiht und somit 1946 in Betrieb genommen. Die Korporation ist heute noch verantwortlich für den Unterhalt und den Blumenschmuck des Dorfbrunnens.

 

 

 


 

Baumallee

 

Erstellt nach dem Dorfbrand 1861 mit Akazienbäumen.
1925 wurde beschlossen, die Akazienbäume durch rote und grüne Ahornbäume zu ersetzen.
Den Unterhalt und das jährliche Schneiden dieser Bäume wird durch die Korporation getragen.

 

 

 

 

 


 

Feldkreuze (Twingkreuze) Evangelisten

 

  Kreuz Feldacher (Gustibergstrasse) Elsässerkreuz mit Doppelbalken. Enthält Urkunde gegen Seuche und Hagel. Wurde 1876 erstellt.

 

  Kreuz Staltenfeld (Feld). Elsässerkreuz mit Doppelbalken. Nach starkem Hagelschlag, Viehseuchen und Pest im Jahre 1878 erstellt.

 

  Kreuz Allmend (Ober-Allmend). Tirolerkreuz mit Korpus. Der sterbende Heiland wurde 1927 von Philipp Noflaner aus Ortisei/Norditalien angefertigt.

 

  Kreuz Stockacher (Mülacher). Das Kreuz wurde 1944 auf einen Findlingsstein aus dem Hohrütiwald gesetzt.

 


 

Korporationsbürgerinnen und -bürger

Die Korporationsgemeinde Buttisholz beinhaltet folgende Familiennamen: Egli, Häller, Hebler, Meyer und Ziswiler.
Die Angehörigen dieser Familien erhalten das Korporationsbürgerrecht bei Erreichen der Volljährigkeit.

Zu den ausgestorbenen oder weggezogenen Geschlechter gehören die Angehörigen der Familien Bucher, Ehret, Ess, Heini, Köchli, Rodel, Schmid, Schmidli, Schnyder und Süess.

Beim Wegzug aus der politischen Gemeinde Buttisholz verliert der Korporationsbürger/in das Korporationsbürgerrecht. Bei der Rückkehr nach Buttisholz erhält man dieses wieder.

Die Anzahl Bürgerinnen und Bürger der Korporationsgemeinde Buttisholz im Verlaufe der Zeit:

Jahr Anzahl Bürger
2015 92
2007 88
1984 82
1836 60

 

 


  

Zunamen

Vor 100 Jahren waren Zunamen zu den normalen Nachnamen üblich. So zum Beispiel:

Name Zuname(n)
Bucher Bällis
Ehret Schreppfers
Häller Musers, Müslihans, -sepp, -franz oder Müsliwisu
Meier Mausis
Meyer Sigristmelken
Süess Schwizerpeter, Schwizerjoggi, Schwizerbätsch
Ziswiler Muggers, Hornus

 

Zudem: „Neugis, Husar, Fahnentragers, Meienbergtonis“

Die Zunamen wurden auch von den jeweiligen Berufen abgeleitet (Berufsbeinamen):
Schusters, Seilers, Webers, Wagnersepplonz, Schreiners, Zimmermanns, Ober Wirt, Unter Wirt.

Andere Zunamen wurden von den jeweiligen Eigenschaften der bezeichneten Personen hergeleitet:
Lahmfranz, Stummtoni, Schlängiklaus, Muggenstump

 

 

 

 

 

    Beim Privatbrunnen Süessehus/Stutzehus wird noch heute
unentgeltlich Wasser abgegeben.